1. Etappe: A trans Pavilion, Berlin, 2008

A trans Pavilion war ein Ort in den Hackeschen Höfen, initiiert und geleitet von Isolde Nagel, der zwischen 2006 und 2011 Kunst- und Architekturprojekten Raum gab.

www.atrans.org

Gropius spaziert - 1. Etappe: A trans Pavilion
Gropius spaziert - 1. Etappe: A trans Pavilion
Gropius spaziert - 1. Etappe: A trans Pavilion
Gropius spaziert - 1. Etappe: A trans Pavilion
Gropius spaziert - 1. Etappe: A trans Pavilion
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Gropius spaziert - 1. Etappe: A trans Pavilion
Gropius spaziert - 1. Etappe: A trans Pavilion
Gropius spaziert - 1. Etappe: A trans Pavilion
Gropius spaziert - 1. Etappe: A trans Pavilion
Gropius spaziert - 1. Etappe: A trans Pavilion

Die erste Installation „Gropius spaziert“ im Rahmen der neuen Ausstellungsserie An intimac(it)y beschäftigt sich mit der Frage der Divergenz zwischen Vorstellung und Wirklichkeit, zwischen Plan und Ausführung, zwischen freiem Denkraum und konstituiertem Lebensraum. Ausgangspunkt für Katharina Hohmann ist die
Person des Architekten Walter Gropius und seine gebauten Entwürfe für das “Gropiuszimmer“ in Weimar und die Gropiusstadt in Berlin.
Als Gründer, langjähriger Leiter und Lehrer des Weimarer und Dessauer Bauhaus vertritt Gropius die Moderne. 1923 installierte Gropius im neu gegründeten Bauhaus in Weimar (einem Bau Henry van der Velde’s aus dem Jahr 1906) sein Direktorenzimmer im modernen Stil. Alle Möbel und Lampen, Teppich,
Wandbespannung und Wandbehang hat Gropius eigens für diesen Raum anfertigen lassen, letztendlich aber nie genutzt. Die heutige Bauhaus-Universität hat diesen Arbeitsraum im Jahr 1999 komplett rekonstruieren lassen. Dadurch hat das “Gropiuszimmer“ einen doppelten ikonografischen Charakter. Es ist als Idealraum von Gropius konzipiert und erscheint heute in seiner Modellhaftigkeit und seiner durch die Rekonstruktion suggerierenden Autenthizität aufgeladen mit Gropius’schem Denken.

Die Gropiusstadt, eine Trabantenstadt am Rande Berlins, wurde im Jahr 1964 eingeweiht und zählt heute etwa 60.000 Einwohner. Der Masterplan und einzelne Gebäude gehen auf Gropius und sein amerikanisches Büro TAC zurück. Die Gropiusstadt ist eine gebaute Idee einer modernen Stadt. In seiner Irreversibilität kann der urbane Komplex auch als ein die Zeiten überdauerndes Zeugnis historischer Kompromisse gewertet werden.

Für die Rauminstallation adaptiert die Künstlerin Katharina Hohmann das völlig auf das Quadrat ausgerichtete Weimarer “Gropiuszimmer“ für den A trans Pavilion. Durch die Vitrinensituation des Pavillons wird dieser intime Denkraum zum öffentlichen Showroom. Zusätzlich wird er mit einer Videoprojektion aktualisiert:
einem Spaziergang, mit Gropius (dargestellt von einem Schauspieler) durch die heutige Gropiusstadt. Damit verbindet die Künstlerin Katharina Hohmann den intimen und den urbanen Raum und schafft einen neuen Bezugsrahmen für das Erleben im Innen und Außen.

Isolde Nagel, Auszug aus dem Pressetext

www.atrans.org

1:1 Nachbau des Direktorenzimmers, von Walter Gropius für die Weimarer Bauhaus-Ausstellung 1923 in Weimar.

Ausstellung A trans Pavilion, 20.1. bis 29.2.2008

Material: Spanplatte, Sperrholz, Farbe, Gouache auf Fußboden und Fensterscheibe, Lampenobjekte.
Ausmessung: 5 x 5 Meter (in reduzierter Höhe von 3 Metern)
Video: «Gropius spaziert durch die Gropiusstadt», 43 Minuten.
Mit: Lorenz Claussen.
Kamera: Miriam Visaczki, Katharina Hohmann.

Ort: A trans Pavilion, Hackesche Höfe, Berlin
Kuratorin: Isolde Nagel
Bau der Objekte: Uli Kubiak, Berlin
Zu der Ausstellung erschien ein 24-seitiges, 4-farbiges booklet.

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