Vita

Statement

Nicht zuzuordnen zu einer klar definierten künstlerischen Gattung, beschäftige ich mich seit meinem Studium mit Übergängen der Bildenden Kunst hin zu Phänomenen des Alltags, des öffentlichen Raums, der Dingkultur. Begonnen als Malerin an der Hochschule der Künste, Berlin, zunächst bei Prof. Johannes Geccelli, lernte ich die Gesetzmäßigkeiten des Bildermachens, Farbtheorie und Maltechnik. Die sehr grundsätzliche Frage nach dem Bild, dem Objekt, der Skulptur in der Welt – jenseits des inhaltlichen, bildimmanent Dargestellten beschäftigt mich seither. Ausgehend von eher prinzipiellen Befragungen des Kunstdings im Allgemeinen, wandte ich mich Objekten und Installationen zu, weil sie auf andere Weise größere Realitätsnähe suggerieren. Erste Projekte und Setzungen im öffentlichen Raum entstanden Mitte der achtziger Jahre. Auf der Suche nach Verbindungsmöglichkeiten von Kunst und Öffentlichkeit, bestimmen seit anfang der Neunziger Jahre drei parallele Ausrichtungen meine Arbeit: Installationen – auch im öffentlichen Raum, 
kuratorische Projekte und 
 die Lehre, derzeit an der HEAD- Genève.

Methode der Installationen in Stadträumen ist die Simulation und die Irritation. Spielplatz, Tierbehausungen in zoologischen Gärten, Campingplätze z.B. sind Orte die mich in ihrem Konzentrat aus Freiheitssuggestion und manipulativer Anpassung künstlerisch beschäftigen. Im urbanen Kontext sehe ich die Möglichkeit Inhalte anders, populär und interaktiv zu formulieren. Kunst und Öffentlichkeit bilden einen kommunikativen Zusammenhang. In Ausstellungen im Museum oder der Galerie, in Projekträumen, spiegele ich Elemente, die mitunter dem urbanen Raum entlehnt sind, hinein.

Meine künstlerische Zielsetzung im Hinblick auf interdisziplinäre Fragestellungen und Arbeitszusammenhänge finden im Kuratieren: gemeinsam denken und (auch) visuelle Lösungen für Problemstellungen und Räume zu entwickeln. Resultat waren mehrere größere themenspezifische Ausstellungen und Projekte gemeinsam mit Künstlern, Architekten, Kunstwissenschaftlern, Soziologen, Designern. Nicht zu unterschätzen ist - drittens - die Intensität meiner Lehrtätigkeit und damit meine Auseinandersetzung mit den Künstlern der nächst jüngeren Generation. Diese Arbeit verlangt große Offenheit, deutliche Positionierung, sowie feinfühlige Analyse von mir.

top